Kompost - Wertvoller Humus für Ihren Garten!

 

  Kompost 

Übersicht: 

 Vergleich von Humus und Erde (oben) ... 

Vorteile 

Kompost aus gutem Grund ...

 fertiger Kompost des Landratsamtes Neustadt/WN ... Wie wird kompostiert?...

 

Tipps  ...

 

 Kompost für Gemüse sparsam verwenden! ... Anwendung von fertigem Kompost  ...
 

Kompost am Landratsamt ...

 

 Kompost im Garten des Landratsamtes  ...

Faltblatt Kompost:

  Titel Faltblatt Kompost

 

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Vorteile - Kompost - aus gutem Grund?

Bioabfälle sind viel zu schade um sie wegzuwerfen. Aus ihnen kann durch Kompostierung wertvoller Humus entstehen. Vorteile von Humus gegenüber anderen Düngern:

Humus sorgt für gute Belüftung des Bodens.

Humus ist ein Wasserspeicher, er kann das 3 bis 5fache seines Eigengewichts an Wasser speichern.

Humus enthält im Gegensatz zu anderen Düngern Vitamine, Antibiotika und Wuchsstoffe.

Vergleich von Humus und Erde (oben)

Wie wird kompostiert?

Sammeln, Mischen, Aufsetzen, Umsetzen

Bioabfälle mischen, je vielfältiger die Abfälle und je besser sie durchmischt sind, umso schneller verläuft die Rotte.

Feuchtes mit trockenem, grobes mit feinem Material mischen und dann luftig aufschichten.

Zur Lockerung die Miete ca. drei Monate nach Beginn der Rotte umsetzen, d.h. nochmals mischen und aufsetzen.

Die Arbeit erledigen die Kompostwürmer und andere Lebewesen des Kompostes.

Kompost wenden
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Aktueller Monatstipp

 

Häufige Fragen bezüglich der Kompostierbarkeit von Gartenabfällen:

 

Dornen- Hecken oder Sträucher:
zur Kompostierung geeignet; Äste zerkleinern (Häcksler oder Beil) und fertigen Kompost absieben

 

Unkraut:
zur Kompostierung geeignet, ausreißen und kompostieren bevor es Samen trägt, Samentragendes in den Grüngutcontainer

 

Laub und Nadeln:
alle Laubarten sind zur Eigenkompostierung geeignet; verrotten langsam, beeinträchtigen aber die Qualität des Kompostes in keiner Weise; eventuell mit Rasenmäher oder Häcksler zerkleinern

 

Krankheiten und Schädlinge:
Wurzelunkräuter, sowie Strünke und Wurzeln die mit Kohlhernie oder einer Welkekrankheit befallen sind, können nicht selbst kompostiert werden und sind in die Grüngutcontainer zu geben!

Keine Bedenken bestehen hinsichtlich der Kompostierung von Pflanzen mit Mehltau, Rost, Sternrußtau oder Blattfleckenkrankheiten, schorfige Äpfel oder Birnen, Äste und Zweige, die Rotpusteln und andere Holzkrankheiten aufweisen und Pflanzenteile mit Blattläusen, Spinnmilben oder Weißer Fliege befallen sind

 

Moos:
kann kompostiert werden; dauert etwas länger, in dünnen Schichten (bis 5 cm) auf den Kompost geben oder neben dem Komposthaufen vorkompostieren.

 
 
Kompost aufsetzen
  

Tipps

Rasenschnitt nicht höher als zwei Zentimeter und möglichst nur getrocknet auf den Kompost aufbringen; zuviel Rasenschnitt eventuell zum Mulchen verwenden.

Als Standort wählt man einen halbschattigen Platz, der Kompost sollte nur ebenerdig auf naturbelassenen Untergrund errichtet werden.

Zusätze wie Kompoststarter sind entbehrlich bei gut gemischten und aus vielfältigen Abfällen zusammengesetzten Komposten. Leichte Kalkgaben (1 kg pro cbm Kompost) sind förderlich. Empfehlenswert ist eine Zugabe von Gartenerde alle 30 Zentimeter, die darin enthaltenen Kleinstlebewesen vermehren sich schnell in den ganzen Komposthaufen.

Laub verrottet zum Teil sehr langsam, deshalb kann es mit dem Rasenmäher zerkleinert werden bevor es gemischt mit anderen Materialien auf den Kompost gelangt. Bei großen Laubmengen empfiehlt sich die Anlage eines separaten Laubkompostes im Herbst. Im Frühjahr werden dann die angerotteten Blätter mit anderen Materialien (z.B. Rasenschnitt) gemischt auf den normalen Kompost gegeben.

Oben aufliegende Küchenabfälle ziehen Fruchtfliegen an. Zur Abhilfe die Küchenabfälle mit trockenen Gartenabfällen oder mit reifem Kompost abdecken.

 
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Was kann in den Kompost ?

In den Kompost sollen:

  • Gemüseabfälle, Obstreste, Tee, Kaffeesatz und -filter

  • Laub, Zweige, Grasschnitt

  • Schnittblumen, Topfpflanzen, Stroh

  • Holzwolle, Holzhäcksel, Sägemehl von unbehandelten Holz

  • Zitrusschalen, Bananenschalen (in haushaltsüblichen Mengen)

  • Tiermist, Einstreu (keine Katzenstreu)

  • mit Essensresten behaftete Papiere

  • Küchentücher in kleinen Mengen 

 

NICHT in den Kompost:  

 

  • Essensreste, Fleischreste, Knochen, Fischreste (Restmülltonne) und Fette

  • Eierschalen (Krankheitskeime wie Salmonellen können sich vermehren)

  • Babywindeln

  • Staubsaugerbeutel, Asche (wegen Schwermetallen, die in Asche in löslicher Form vorliegen und sich bei jahrelanger Zugabe anreichern), Ölruß

  • imprägniertes Holz, Zigarettenstummel

  • Unkräuter, mit Krankheiten befallene Pflanzen (Grüngutcontainer oder Restmülltonne)

Kompost Orangenschale
Schalen von behandelten Citrusfrüchten können auf den Kompost gegeben werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, gibt die Schalen in die Mülltonne!
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Anwendung von fertigem Kompost

Reifen Kompost erhält man nach circa ein bis zwei Jahren. Kompost nicht eingraben, sondern nur leicht in die Oberfläche einharken. Fertiger Kompost sollte nicht gelagert, sondern gleich ausgebracht werden, da er sonst Nährstoffe verliert. Reifer Kompost ist nur zu den Hauptwachstumszeiten (Frühjahr und Sommer) auszubringen. Halbfertiger Kompost kann nach drei bis vier Monaten zum Mulchen verwendet werden. Mulchen ist ganzjährig möglich.

 

Empfehlungen für Gemüse:

Wichtig bei Gemüse ist die dosierte Zugabe von Kompost:

Bei Kartoffeln, Kohl, Lauch, Tomaten kann man bis zu sechs Liter pro Quadratmeter und Jahr verwenden.

In Beeten mit Salat, Möhren, Zwiebeln, Rote Beete, Rettich, Sellerie sind nicht mehr als drei Liter pro Quadratmeter und Jahr zu verwenden.

Für Bohnen, Erbsen, Kräuter sind sogar nur ein bis zwei Liter Kompost pro Quadratmeter und Jahr völlig ausreichend.

 

Rasen: 

 

 

 

 

Fertigen Kompost im Frühjahr absieben und dünn (ca. zwei Liter pro Quadratmeter) über die Rasenfläche streuen. Bereits nach einigen Tagen ist von dem Kompost nichts mehr zu sehen. Die Verwendung des Kompostes wirkt sich günstig auf die wichtige Durchlüftung des Rasens und seine Wasserhaltefähigkeit aus.

 

Neuanlagen:

 

 

 

 

Bei Neuanlagen und Pflanzflächen (Beeren, Sträucher) können einmalig bis zu 5 Liter pro Quadratmeter ausgebracht werden.

 

Obstbäume:

 

 

 

 

Bei der Pflanzung sollte man einige Schaufeln ausgereifte Komposterde in das Pflanzloch geben und mischen (Kompost aber nicht tiefer als 40 cm eingraben).

Gepflanzte Bäume kann man im Herbst mit einer ca. zwei Zentimeter dicken Schicht auf die Baumscheibe versorgen und anschließend mit Laub abdecken. Bei diesen Abdeckungen und grundsätzlich beim Mulchen kann man auf halbfertigen, unreifen Kompost zurückgreifen.

Blumenkästen, -töpfe:

Viele Pflanzen gedeihen nicht in reinem Kompost. Deshalb Kompost zu Erde im Verhältnis eins zu drei bis eins zu vier mischen.

Kompost für Gemüse sparsam verwenden!

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Kompost im Garten
des Landratsamtes Neustadt a.d. Waldnaab

Unsere Erfahrungen seit dem Jahr 2000:

Versuchsweise sind zwei Kompostgefäße und eine offene Rotte angelegt. 

Das Bild rechts wurde beim Umschichten aufgenommen:
rechts hinten der geschlossene Komposter, im Vordergrund die offene Rotte.

Im Jahr 2000 wurden die Gartenabfälle, hauptsächlich Rasenschnitt und Laub kompostiert.
Ergebnisse: Der Thermokomposter bedarf ständiger Überwachung, sonst trocknet er aus.
An der offenen Rotte ist leicht zu arbeiten. Probleme bereiten Abfälle wie Zigarettenkippen und Verpackungen die mit dem Grasschnitt in den Kompost gelangen.

Kompostlege des Landratsamtes Neustadt / WN

Seit Juli / August 2001 werden Bioabfälle aus den Büroräumen in biologisch abbaubaren Sammelsäcken erprobt. Laut Herstellerangabe zersetzen sich die Säcke nach 6 Wochen.

Ende September 2001: Die biologisch abbaubaren Säcke haben sich im Thermokomposter nach 6 Wochen wenig (nicht erkennbar) zersetzt. Die Rotte ist sehr trocken und klein. Der Versuch wird deswegen in der offenen Rotte fortgesetzt. 

Biobeutel im Kompost

Die Aufnahme rechts stammt vom 09.01.2002.

Der linke Komposter ist nicht abgedeckt. Die Feuchtigkeit schadete der Rotte nicht. Im Gegenteil: der rechte Behälter hat einen Deckel, der Kompost ist zeitweise zu trocken. Hier müssen wir gelegentlich bei Regen die Abdeckung öffnen, um den Kompost ausreichend feucht zu halten.

Kompostlege im Schloßgarten des Landratsamtes
Anfang Mai 2002 wurde der fertige Kompost des Landratsamtes gesiebt und dem Hausmeister zur Düngung bereitgestellt. 

Die kompostierbaren Abfallsäcke haben sich jetzt fast vollständig zersetzt. Einzig der Knoten eines Sackes war noch erkennbar. Die Verrottung dauerte - in unserem Versuch - somit weit länger als vom Hersteller angegeben, das ist aber bei unserem Kompost kein Problem.

Absieben des fertigen Kompostes
Im Sommer 2002 musste die Kompostierung wegen der Bauarbeiten am Neuen Schloss ausgesetzt werden.  
März 2004: Kompostierbare Biobeutel im Landratsamt.
Zwei Kompostgefäße sind damit fast voll. Es wird eine zusätzliche offene Rotte nötig sein.
Kompost im März 2004
Juli 2004: Die Kompostgefäße sind gefüllt und die Biomasse darin hat sich schon etwas gesetzt. Eine weitere offene Rotte, im Bild links wurde begonnen. Kompost Juli 2004
Juli 2004: Die Biobeutel haben sich schon erkennbar zersetzt. Als die Beutel gebracht wurden, haben sie gestunken. Jetzt ist nichts mehr zu riechen, die Kompostanlage sieht auch sauber aus. Kompost LRA Juli 2004
November 2004: Der Kompost ist gut verrottet, einige Äste sind noch erkennbar. Wir verwenden den Humus im kommenden Frühjahr. Die Biobeutel haben sich fast vollständig zersetzt.

Vergleichen Sie das Bild rechts mit dem vom März 2004! Die Verwandlung von Abfall zu Humus ist immer wieder wie ein Wunder! Der Humus riecht nach Waldboden, frisch und erdig.

Kompost im März 2004

Humus im November 2004
Kompost Behälter Frühjahr 2005
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mai 2005: Das Bild veranschaulicht die Volumenreduzierung. Im Vergleich zum obigen Bild ergibt sich eine Volumenreduzierung auf ein Drittel des ursprünglichen Volumens.

 

Kompost Absieben

Im Mai 2005 erstellten wir einen Flechtzaun zur Abgrenzung unseres Kompostes.

Material dafür waren Weidenruten, die uns die Stadtgärtnerei Weiden überließ.

Kompost Flechtzaun 2005
April 2006: Wieder "ernten" wir fertigen Kompost.

Kleinere Äste, die wir unter die Bioabfälle aus den Büroräumen des Landratsamtes gemischt haben,  sind verrottet oder ließen sich leicht aussieben.

Von den Biobeutel ist nichts mehr zu sehen!

Kompost fertiger Kompost 2006

Kompost sieben 2006

Im Sommer 2006 verwerteten wir erneut Weidenruten zu einem Flechtzaun. Ein von Alfons Gallersdörfer geschweißter Metallrahmen  wurde mit starken Weidenästen verflochten und dient als versetzbarer Sichtschutz. Kompost Flechtzaun 2006
Juni 2007:
Es ist wieder soweit, aus den Abfällen der Büros und der Gartenanlagen ist Humus geworden.
Kompost absieben Juni 2007
Der Flechtzaun wächst. In kurzer Zeit sind Äste in den Rahmen geflochten.
 
Kostenlose Kompostberatung im Schloßgarten nach Vereinbarung, Telefon (09602) 793530
Kompost Flechtzaun Bau 2007
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